Herzlich willkommen in meiner kleinen farbenfrohen Nähwerkstatt!

Samstag, 25. November 2017

Die Eröffnung der Kunstgalerie ...

... HIN und WEG in Duderstadt war am heutigen Tag.

Auch ich bin mit meinen Nähwerken in diesem Jahr wieder ein Teil der wirklich wunderschönen Galerie.



Die Location ist einfach super. Direkt unter dem historischen Westerturm haben wir diesmal das Zuhause für unsere Kunstwerke gefunden.



Bei uns findet man bis zum 23.12.2017
Weihnachtskarten, Schmuck, Betonkunst, Textilkunst, Holzkunst, Kleidung, Lampen, Weihnachtsdekoration und vieles mehr.









Bei Sekt, Häppchen , guter Laune und kreativer Stimmung begrüßten wir die Gäste und die ideenreiche und fantasievolle Präsentation der Kunstwerke kam bei unseren Besuchern gut an.








Öffnungszeiten und Neuigkeiten findet Ihr immer aktuell hier:
auf unserer Facebook Seite

Auch am morgigen Sonntag haben wir von 13 -17 Uhr geöffnet.
Besucht uns in der Kunstgalerie und ihr werdet "hin und weg" von der angebotenen Vielfalt sein.


LG und einen schönen Sonntag wünscht

BeaDo

Dienstag, 31. Oktober 2017

Gleich einen Tag später ....

.... mittags um 12.00 Uhr kam meine Tasche schon in Mombasa an.

Michael vom Flughafen informierte mich sogleich mit einem kl. Video, in welchem er mir sagte und zeigte ...... dass meine Tasche da ist und er sie nun zu Mr. Leakey in`s
Lemajo Diani Paradise Villas schickt.
Ein Mann - ein Wort.

Die Tasche erreichte schon am Freitag früh das Kinderheim und die gute Verena konnte nun erst mal alles sichten und sich Gedanken über die Verteilung machen.
Wir sprachen über die Ferne alles gemeinsam ab und am Wochenende konnten die Mädchen und Kinder dann die Sachen in Empfang nehmen.

Alles wurde in der Kibanda ausgebreitet:









Ein wenig Spielzeug war ja auch zum Glück noch dabei ....


Und Taschen vom Early English, in welchem das große Tochterkind jahrelang treue Teilnehmerin war. Und zu jedem neuen "Semester" gab es auch eine neue Tasche mit den entsprechenden Trainingsunterlagen ...... was für eine Verschwendung an Taschen .......
Tina hatte mir schon vor langer Zeit einen ganzen Stapel Taschen zusätzlich für Afrika überlassen. Nun endlich finden sie Verwendung. Vielen Dank dafür.



So hat nun doch noch alles seine Bestimmung gefunden. Darüber freue ich mich sehr.

Liebe Verena, herzlichen Dank für Deine Mühe und liebe Grüße zu Dir nach Kenya.
Genieß die letzte Zeit!

Damit endet vorerst meine Berichterstattung aus Kenya ... es sei denn, es gibt zwischendurch Neuigkeiten von dort.

Ansonsten geht es hier hoffentlich bald wieder mit genähter Vielfalt weiter.

LG
BeaDo

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Was man nicht aufgibt .....

.... hat man nie verloren.

   Ein Zitat von Friedrich von Schiller (1759 - 1805).

Nicht wirklich aufgegeben, habe ich meine verloren gegangene Tasche, obwohl die Hoffnung nun von Tag zu Tag doch etwas schwand.

Heute vor 3 Wochen kamen wir in Mombasa an, nur leider mit einem Gepäckstück zu wenig.
Hier habe ich darüber berichtet.

Ich habe ja in den vergangenen 3 Wochen mehrere Wege versucht, etwas über die Tasche herauszufinden, in den vergangenen Tagen dann nochmals Mailkontakt zur Fluggesellschaft gesucht und siehe da .... heute in der Mittagszeit rief mich der Airport von Mombasa auf meinem Handy an.

Der gute Michael (kenianischer Mitarbeiter bei Ethiopian Airlines) sagte mir, dass er versucht mir eine Mail zu schicken, wohl aber die falsche Adresse hatte. Er wollte mir ein Foto einer Tasche zur Identifizierung schicken.
Wir tauschten uns schnell aus, ich versprach ihm meine mailadresse per sms zu schicken und schon kurze Zeit später ...... erreichte mich dieses Foto.



Kaum zu fassen! Juchu und yippi yeah! Es ist meine Tasche.

Unversehrt und anscheinend noch prall gefüllt.
Eine kleine Inhaltsliste, welche die Durchsuchung ergab, war auch dabei.
Gleich musste ich wieder grinsen, denn es waren ein paar Dinge beschrieben, an welche ich gar nicht mehr gedacht hatte.

Ich trat schnell wieder telefonisch mit Michael in Kontakt, um zu erfahren, wo die Tasche denn ist, und erfuhr, dass sie am Airport in Addis Abeba steht.

Da wartet sie nun mutterseelenallein auf ihre weitere Bestimmung. Mein erster Gedanke war:  Ab damit nach Frankfurt und dann zu mir zurück, das erschien mir am sichersten.

Aber es sind zum größten Teil alles Spenden fürs Kinderheim, und die Nähwerkstatt usw. in der Tasche ............ und sie ist ja nun schon weit über halb in Richtung ihres Bestimmungsortes gekommen. Und leider erlaubt es weder mein Geldbeutel noch meine Zeit, mich baldmöglichst wieder auf den Weg nach Kenya zu machen......
Und ehrlich gesagt ........... möchte ich bzw. viel mehr der Lieblingsmann (denn er muss ja schließlich leider alles schleppen) sich beim nächsten Mal nicht nochmal mit den gleichen Sachen abschleppen!
Da gibt es wieder neue Dinge, die dann benötigt und mitgenommen werden können.

Ich machte mit Michael ab, dass er die Tasche zu sich nach Mombasa ordern soll, und von dort aus an unsere Unterkunft ins Lemajo Paradise verbringen soll.

Von dort aus könnte Hannington oder jemand anderes sie dann abholen und die Verteilung an der richtigen Stelle wäre gesichert.

Ich faßte noch mal schnell das gesprochene Wort in einer mail für Michael zusammen, bedankte mich recht herzlich bei ihm, und versprach ihm, bei der nächsten Ankunft in Mombasa, ihm am Airport einen Besuch abzustatten.

Wenn alles gut geht, wird die Tasche wohl in den nächsten Tagen ...... oder auch etwas später .......
in Mombasa ankommen und dann ganz sicher auch ohne mich ihren Bestimmungsort erreichen.
Daran glaube ich ganz fest.
Es ist nur noch eine Frage der Zeit.

Ein Sprichwort der Massai sagt: "Das Leben läßt sich nicht drängen."

In diesem Sinne halte ich Euch "entschleunigt" über die Reise der Tasche auf dem Laufenden.

Hakuna Matata
BeaDo






Sonntag, 15. Oktober 2017

Mit Sack und Pack kamen wir ..........

.... im Verlaufe der Woche wieder in Frankfurt an.




Ich war an allen 3 Flughäfen nochmal auf Gepäcksuche nach meiner verloren gegangenen Tasche.

Im Verlaufe des Kenya-Aufenthaltes fiel mir nämlich siedend heiß ein, dass ich überhaupt nichts über die Tasche in der Hand hatte. Das Formular, welches am Flughafen aufgenommen wurde, erfaßte der Mitarbeiter anschließend gleich im PC ... na ja mit Unterbrechungen, denn es gab immer mal wieder kurze Stromausfälle.....

Irgendwie musste ich noch an ein entsprechendes Dokument über den Verlust der Tasche kommen.

In Mombasa konnte sich der nette Herr sofort an mich erinnern, schaute nochmal in seinem Buch nach, und wies seinen Kollegen an, das entsprechende Formular rauszusuchen.
Dieser nahm einen Riesenstapel an Formularen aus der Schublade .... Ich weiß zwar nicht wie lange diese so gesammelt aufbewahrt werden aber ..... anscheinend gibt es viele viele verschwundene Gepäckstücke.
Aber hier war nichts angekommen, und das glaube ich den beiden auch.
Der Flughafen in Mombasa ist nicht so groß und sicherlich wäre die Tasche hier zu finden gewesen.

Wir mussten kurz warten .... denn gerade war wieder Stromausfall ... und der Kopierer ging nicht, aber danach bekam ich sofort 2 Kopien, eine für mich und eine für Hannington, unseren Driver.
Er fährt oft zum Flughafen und wird nun immer mal wieder mit dem Dokument vorsprechen.

Nun gut, es gibt ja noch 2 Flughäfen, an denen die Tasche "hängen geblieben" sein konnte.

Der Flug nach Addis Abeba dauert nur 2 Stunden und ging schnell vorbei.



Wir  hatten 4 Stunden Aufenthalt, also braucht man unbedingt mal eine Sitzmöglichkeit, bzw. eine Möglichkeit den ganzen Sack und Pack, den man noch so als Handgepäck mit sich schleppt, mal abzuladen.
Es gibt zwar viele Sitz- und Liegemöglichkeiten, aber diese sind natürlich sehr begehrt.
Wir hatten das Glück 3 Liegen zu ergattern.



Dem kleinen Mann war das relativ egal und er würdigte unsere Bemühungen zur Verteidigung der Liegen gegen andere Fluggäste ganz und gar nicht.
Er wollte laufen .... laufen .... laufen, und man musste ihn immer im Auge behalten, gerade mal hingesetzt, bog er auch schon wieder um die Ecke.



4 Stunden Aufenthalt sind Zeit genug, um auch an diesem immer chaotisch vollen Flughafen, noch mal auf die Suche zu gehen.

In Addis musste ich nochmal die Etage wechseln, um zum Office zu kommen, welches sich hier anscheinend aber nicht nur um verlorengegangenes Gepäck kümmert, sondern auch um Flugverspätungen, verpasste Anschlussflüge ect. pp.
Es war eine lange Schlange vor mir und jeder hatte ein anderes Problem.
Angeblich gab es hier nichts neues über die Tasche.

Der Flug nach Frankfurt dauert weitere 7 Stunden.
Der Flieger war höchstens ein viertel voll, so dass jeder von uns eine 3er Reihe für sich beanspruchen konnte. Ich teilte mir meine Reihe mit dem Minimann, welcher schon den Start auf meinem Schoß verschlief und dann volle 7 Stunden durchratzte. Was für eine Wohltat für ihn und natürlich auch für uns!!!

In Frankfurt konnte man dann etwas mehr über die Tasche sagen:
verladen wurde sie mit Container-Nr. usw., ABER anscheinend hatte sie nur einen Track bis Addis bekommen und nicht weiter nach Mombasa durchgecheckt, so dass wir nun davon ausgehen, dass sie wirklich in Addis abhanden gekommen ist.

Von Frankfurt aus wurde dann gleich nochmal eine Mail nach Addis geschrieben, mal sehen, ob die noch was bringt.
Ansonsten soll ich mich nun mit einer exakten Inhaltsliste der Tasche an die Fluggesellschaft wenden.
Tja ... wenn ich nur wüsste, was alles in der Tasche drin war? Sie war schon lange vor der Abreise  gepackt, da sie fast ausschließlich aus Spenden bestand und ich habe in den letzten Tagen nur noch reingestopft, was irgendwie noch passte.

Aber das nutzt nichts. Ich werde mich an die Inhaltsliste machen müssen.....
Und ein bisschen verrückt wird diese schon aussehen, denn ich bin mir sicher dass nicht unbedingt jeder 4 bis 5 Scheren, Grießbreipulver, ca. 30 Zahnbürsten und Zahnpasta, Massenweise an Nähgarnen, Kinderrucksäcke und und und.... neben Babyklamotten und Windeln in der Tasche hat.

LG und einen schönen Sonntag wünscht
BeaDo







Donnerstag, 12. Oktober 2017

Der Abschied vom Kinderheim ...


..... fällt jedesmal schwer, auch wenn ich nur kurze Zeit dort vor Ort bin, sind die Leute, die ich nun bereits seit fast 4 Jahren kenne ........... deren Sorgen und Nöte ich kenne und verstehe...... mir sehr ans Herz gewachsen.






Eigentlich sollte ja schon am Freitag mein letzter Tag dort gewesen sein, aber das habe ich doch nicht übers Herz gebracht, und war am Montag dann nochmal da, um mich zu verabschieden, zumindest für diese Zeit.





In der Woche meiner Anwesenheit konnten 7 neue Mädchen incl. Babys bei uns aufgenommen werden. Und es ist daher nun fast doppelt so voll, als vorher. Das ist gut für alle Beteiligten, insbesondere natürlich die Mädchen und deren Babys, bringt natürlich aber auch neue Probleme mit sich.

Es ist eine junge Mama mit einem 18 Tage alten Mädchen dabei.
Gemeinsam mit der Heimleiterin Salama, sagen wir kurz Hallo und wünschen ihr alles Gute. Ich habe für solche Fälle immer noch einige Vorräte an Stoffwindeln und ein paar Sachen parat.


Die Kleine schläft unter dem Moskitonetz der Mama ................. kaum zu sehen, so winzig klein.


Obwohl ich keine sozialpädagogische Ausbildung habe, wirkt die Mama auf mich traumatisiert.
Ihre Vorgeschichte kenne ich nicht, und es war auch keine Zeit mehr, sie zu erfragen  aber ich muss sehr oft an sie denken. Das Baby hat noch keinerlei ärztliche Versorgung bekommen können, da derzeit aufgrund der Wahlen hier in Kenya keine ärztliche Betreuung gesichert ist, und die Krankenhäuser streiken.

Gefühlt für mich nur ein paar Tage her, dass der Minimann nur 18 Tage alt .....  und ich auch plötzlich und unerwartet ............. Mama geworden war.

Und nun......


..... hat mein Minimann eine riesige Entwicklung durchgemacht, und läuft wie selbstverständlich durch das Getümmel am Flughafen in Addis Abeba, und man hat immer gut zu tun, dass er einem nicht entwischt.

Ich wünsche mir für jedes Kind auf diesem Erdball, egal wo ....... und wie ........ und unter welchen Umständen  .........geboren, ähnliche Entwicklungsmöglichkeiten und freue mich, dass es so viele Menschen gibt, die sich unablässig dafür einsetzen.


LG
BeaDo













Montag, 9. Oktober 2017

Faul abhängen am Beach ....


...... muss zum Ende des Aufenthaltes in Kenya einfach auch mal sein.




Und wenn es einem langweilig ist, gibt es ja immer noch andere Möglichkeiten, sich die Zeit zu vertreiben...




Am Meer, mit seiner unendlichen Weite kommt man zur Ruhe und kann vieles der vergangenen Wochen, verarbeiten.
Es waren wieder viele Momente, die einen dankbar sein lassen, gesund zu sein, eine Familie zu haben, die immer zu einem steht,  jeden Tag mehr als genug zu Essen und zu Trinken zu haben,  ...... einen Beruf und ein Hobby, welches einen erfüllt und erfreut, genug Gut und Geld, um sorglos leben zu können und vieles, vieles mehr ..... was der Mensch eigentlich gar nicht braucht.


Ich habe sicher in der Nähwerkstatt helfen können, und die Mädchen sind nun auch durch den Input von außen .... von einer Welt, von der sie nur träumen können, wieder neu motiviert. Wir haben viele Ideen geteilt.

Und Teilen macht Spaß in jeglicher Form.

Ein Saft ist mehr als genug für zwei!
Auch für drei oder vier würde er reichen. Es kommt nicht auf die Menge an!




Und ich .... ich bin mal wieder auf  "0" geschaltet, und denke über viele Dinge ganz anders als vorher.



Und dieses hält erfahrungsgemäß auch viele, viele Monate an. Und so freue ich mich, gestärkt durch die Wärme Afrikas und die Herzlichkeit der Menschen hier, sicherlich gut über den deutschen Winter zu kommen.

Für diese Erlebnisse bin ich sehr dankbar.
Asante sana.

Kwaheri from Kenya
BeaDo





Sonntag, 8. Oktober 2017

Weißer deutscher Mann heiratet ...

..... schwarze afrikanische Frau.




Gestern hier in unserer Residenz.
Sie sind keine Gäste hier, sondern kamen nur, um Ihre Hochzeit hier zu feiern.

Uns war diese Party bereits Mitte der Woche angekündigt wurden, mit dem Hinweis auf ein bisschen mehr Lautstärke, schließlich fand das ganze ja direkt vor unserer Terrasse statt ...... und da es hier ja keine richtigen Fensterscheiben, sondern nur Moskitonetze gibt, ist man eigentlich immer draußen .....
.........und es kamen schon Tage vorher immer Scharen aus der Afrika-Familie hierher, um anscheinend alles zu begutachten und zu planen. Immer mit Mama .... und Oma .... und Schwestern und  Baby ...... wie es eben so in afrikanischen Familien ist.

Sie schleppten Stühle und Tische, Kisten, Kasten und Pfannen, Feuerholz und sonstiges an.

Von den Nachbarterrassen wurden noch Tische und Stühle geordert.


Der Pool war mit Luftballons und Blumen geschmückt.





Das Tortenbuffet wurde hergerichtet


Und dann ging es um ca. 16.00 Uhr richtig los. Das Brautpaar kam an.


Später wurde natürlich getanzt und es gab noch einige Vorführungen, und wir hatten somit ein abwechslungsreiches Programm, denn wir konnten dies alles direkt von unserem Sofa auf der Terrasse verfolgen.

Und ein bisschen lustig und merkwürdig war diese Hochzeitsgesellschaft schon.









Es wurde bis spät in die Nacht gefeiert und dementsprechend sah es auch am heutigen Morgen noch aus.
Wir haben lange ausgeschlafen, und Sitota sagte, als wir dann aufstanden:
"Mama, das Brautpaar ist ja immer noch da und sogar das Baby ist noch da."

Unvorstellbar für sie.
Aber nein, sie waren nicht noch da... sondern schon wieder, um aufzuräumen..... und das fast bis zum Nachmittag. Und dieses war auch bitter nötig.

Wir haben uns heute einige Stunden am Beach im African Pearl, einer sehr schönen kleinen Hotelanlage, welche man aber auch als Tagesgäste besuchen kann, gegönnt.


... und einen lecker Cocktail geschlürft. Natürlich non alkoholic.

Kwaheri from Kenya
BeaDo